SUSANNE SCHÖNWIESE
Spring

Claywork cwr 1016,  10 Tracks, 51:07, mit dt. u. engl. Infos

Kluge Entscheidung, als Sängerin mit diesem Namen eine Platte im Frühling herauszubringen. Man atmet vom ersten Klang den Duft der Blütenblätter und die Lust am Singen mit ein. Was für eine wunderbar wechselwarme Stimme, frisch, frech, übersprudelnd, aber auch dunkel und geheimnisvoll, die da über imaginäre Wiesen verschiedenster Stimmtechniken zwischen Orient und Okzident und auf der Grenze zwischen Jazz und Weltmusik wandelt. Sie wird begleitet, umspielt von Uschi Laars Harfe, die, präzise, dynamisch, dennoch dezent und mit ausgesprochen schönen musikalischen Ideen als zweites Soloinstrument gehört werden kann. Ergänzt werden die beiden Musikerinnen durch Willi Lichtenberg (Kontrabass, Gimbri) und Ramesh Shotham (Percussion), die dem gemeinsamen Projekt Tiefe und rhythmische Vielfältigkeit geben – ohne ihm etwas an Transparenz und Leichtigkeit zu nehmen. So dicht die kompositorische Substanz auch ist, drängt sich nichts auf, nichts vor, bleibt lebendige Kommunikation, ja scheint manchmal wie eine Improvisation des Augenblicks. Diese Musik kommt daher, wie gerade zufällig gefunden, überraschend und unberechenbar wie Wirbelwind über einer schönen Wiese mitten im Mai.

Cathrin Alisch

 

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